Pressemitteilung – Veranstaltung mit Gisela Sengl

Bier, Brotzeit und Bezahlbares Wohnen

Landesvorsitzende der Grünen zu Gast in Neusäß

Nicht nur Neusäßer Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Ortsverbandes der Grünen zum politischen Themenabend ins Gasthaus am Lohwald. Neben einer schmackhaften Brotzeit gab es Interessante Aspekte rund um das Thema „Wohnen“. Als Referentin konnte die Landesvorsitzende der bayrischen Grünen gewonnen werden.

„Wir freuen uns, dass Gisela Sengl trotz eines dichten Terminkalenders, den Weg nach Neusäß gefunden hat. Wohnen ist ein Grundrecht. Wohnen bedeutet aber auch Sicherheit, Gemeinschaft und Lebensqualität“, so Ursula Schwinge-Haines, Fraktionsvorsitzende der Neusässer Grünen

In ihrem Vortrag leitete Sengl gekonnt und begeisternd von den bestehenden Problemen am Wohnungsmarkt über zu kreativen Lösungen und guten Beispielen und machte Mut, neue Wege zu gehen. Wie Wohnen in den unterschiedlichen Lebensphasen aussehen kann, verdeutlichte sie anhand von Beispielen aus anderen Städten, in denen Projekte für Mehrgenerationenwohnen, Wohntauschbörsen oder genossenschaftliche Wohnprojekte umgesetzt wurden. Genossenschaftlicher und kommunaler Wohnungsbau entlastet Mieter, ebenso wie die Entfristung der Mietpreisbremse.

Um Kommunen finanziell besser aufzustellen, braucht es gesicherte Förderung vom Land und z.B. die Ermöglichung Leerstandsabgaben zu erheben. Mehr Unterstützung fürs Eigenheim kann es durch zinslose Kredite und Bürokratieabbau bei privaten Bau- oder Sanierungsvorhaben geben. Nachverdichtung und Aufstockung sind Neubebauung „auf der grünen Wiese“ vorzuziehen.

„Der Fokus des Vortrages lag auf den Bedürfnissen der Menschen und der Konkretisierung der Ideen. Städtische Grundstücke als strategisches Vermögen zu sehen, und z.B. nur im Erbbaurecht zu vergeben oder über städtische Koordination Vermieter und Mieter in Kontakt zu bringen, stellen interessante Ansätze und Lösungsmöglichkeiten dar“, so Schwinge-Haines.

„Zu bedenken sind natürlich auch Sorgen und Ängste der Wohnraumeigentümer, die sich mit Vermietung und Wohnungstausch überfordert fühlen“, so Alexander Rahmeier, „hier könnte die Stadt Neusäß Ansprechpartnerin sein, die dabei unterstützt“.

Sengl ergänzte : „Wohnpolitik entscheidet darüber, ob Menschen an ihrem Ort bleiben können, ob sie einsam sind oder Teil einer Gemeinschaft und ob sie sich das Leben leisten können oder nicht.“

Der Ortsverband lädt ein, sich mit den Stadtratskandidierenden an den Infoständen zu diesem und anderen Themen auszutauschen. Immer Samstag von 8 bis 12 Uhr.