Zigarettenkippen schaden Umwelt mehr als gedacht

Zigarettenstummel sind laut WHO das häufigste Abfallprodukt. Zwei Drittel der weltweit gerauchten Zigaretten landen in der Natur, wo sie massive Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt anrichten.

Jedes Jahr werden weltweit rund 5,6 Billionen Zigaretten geraucht. Achtlos weggeschnippt, werden die Kippenstummel zu einem Müll- und Umweltproblem,

Auch wenn Zigarettenstummel vielleicht wie Watte oder etwas Natürliches aussehen: Tatsächlich ist das Plastik, Mikroplastik. Das bekommen wir nie wieder aus der Umwelt heraus. Zusätzlich seien die kleinen Plastikteilchen ein Magnet für Schadstoffe.

Besonders beim Rauchen verbleibe ein ganzer Cocktail an Giftstoffen im Filter. Darunter das Nervengift Nicotin, Arsen, Blausäure und auch Schwermetalle wie Blei oder Kupfer.

Gefahr für Trinkwasser und Lebewesen

Sobald es regnet, gelangen die Schadstoffe durch das Regenwasser bis ins Grundwasser und können so das Trinkwasser schädigen. So ist etwa Nicotin besonders gut wasserlöslich. 30 Minuten Regen genügen, um bereits die Hälfte des Nervengifts aus einem Zigarettenfilter auszuwaschen.

Die Schadstoffe sind dabei nicht nur für den Menschen krebserregend, sondern vergiften auch Fische und Vögel. Es gibt erschreckende Beispiele: Ein Zigarettenstummel in einem Liter Wasser kann innerhalb von vier Tagen die Hälfte aller darin enthaltenen Fische töten.

Vermeidbare Konsequenzen

Ob es noch mehr solcher indirekten Folgen gibt, muss noch untersucht werden. Doch klar ist: Die Folgen des achtlosen Wegwerfens von Zigarettenstummeln wären durch die richtige Entsorgung vermeidbar: Kippen gehören in den Restmüll. Auch falls ein passender Mülleimer oder ein Aschenbecher nicht in Reichweite ist, gibt es inzwischen bereits Lösungen: Taschenaschenbecher. Als Schlüsselanhänger oder klein genug, dass sie mit in die Zigarettenschachtel passen, können Sie am nächsten Mülleimer wieder geleert werden.