Abschied von der Stadtratsarbeit

Collage mit verschieden Wahlplakaten auf den Silvia Dassler abgebildet ist.

Silvia Daßler hat 30 Jahre im Stadtrat Neusäß mitgewirkt. Nun stand sie bei der diesjährigen Kommunalwahl nicht mehr zur Wahl. Im Kreistag ist sie weiterhin als Vorsitzende der grünen Kreistagsfraktion vertreten. Und auch hier in Neusäß wird sie weiterhin die Arbeit im Ortsverband unterstützen.

Kaum jemand hat das Gesicht der Neusäßer Grünen so geprägt wie Silvia Daßler. Schon bald nach der Gründung des Ortsverbandes 1987 ist sie diesem beigetreten und bei der Kommunalwahl 2002 kandidierte sie als Bürgermeisterin. Schauen wir ins Archiv, ziehen sich die Themen Klimaschutz, Regional-S-Bahn, barrierefreie Bahnhöfe, Nein zur Atomenergie, Frauenpolitik und Gleichstellung, Einsatz für Demokratie und Menschenwürde wie ein GRÜNER FADEN durch die Jahre bis heute. Zahlreiche Anträge im Stadtrat trugen Ihre Handschrift. In den Ausschüssen, in denen sie mitwirkte, konnte man sich auf ihre gute Vorbereitung und ihren kritischen Geist verlassen. Und sie kann zusammen mit allen grünen Stadtratskolleg*innen auf zahlreiche Erfolge zurückblicken: Einrichtung eines Jugendbeirats 1996, danach Etablierung der Jobbörse, jetzt Jobinfoböre. Das Thema Energieeinsparung, Klimaschutz wurde fester Bestandteil in Diskussionen. Keine Grabsteine aus Kinderarbeit in Neusäß. Beim Thema Barrierefreiheit gibt es Fortschritte, die Radwegsituation wurde verbessert, beides bleiben Dauerthemen. Bereits 1996 stellten die Grünen einen Antrag zur Verbesserung der Situation für Radfahrende in der Ortliebstraße, von der vor allem Schüler und Schülerinnen profitieren würden. Beim diesen Themen werden die nachfolgende Stadträte hartnäckig bleiben!

Einen ersten Haushaltsantrag stellten die Grünen 1999 zur Schulsanierung der Grundschulen in Täfertingen und bei St. Ägidius. Beide Sanierungen sind inzwischen umgesetzt.

Gefragt nach dem Erreichten sagt sie selbst: „Das mit den Erfolgen ist so eine Sache. Ich denke der größte Erfolg der Arbeit im Stadtrat aber auch besonders der GRÜNEN im Ortsverband war, dass grüne Themen hörbar und sichtbar wurden und eine feste Größe in den Diskussionen im Stadtrat wurden und im Bewusstsein der Menschen angekommen sind“.

So sieht das auch Karin Fluhr. Sie verlagert ihren Lebensmittelpunkt aus Neusäß weg und verlässt den Neusäßer Stadtrat daher nach 2 Legislaturperioden, in denen sie vor allem im Bauausschuss mit ihrem Fachwissen vertreten und angesehen war. Auch in den Jahren als Vorsitzende im grünen Ortsverband war Karin Fluhr eine Anpackerin und Anwältin für Umwelt und Naturschutz. Dies war, so ihre Aussage, in den ersten Jahren ihrer Stadtratsarbeit, immer Aufgabe der Grünen: darauf zu achten oder drängen, dass Umweltthemen bei den Entscheidungen einen Platz bekommen.

Der Ortsverband und die Fraktion danken den Beiden für ihren großartigen Einsatz für grüne Politik!